Aktivitäten im Ortsverband

Informieren Sie sich über unsere laufenden Aktionen und Ausbildungen. Durchstöbern Sie aber auch unsere "alten" Jahrgänge, hier findet sich viel informatives über unsere Entstehung und Einsätze. Erhalten Sie so einen kleinen Einblick in das Leben unseres Ortsverbandes.

2019

Abstützen unter Atemschutz

Der Einsatzabschnitt „Außenbereich“ war für die Beleuchtung und Infrastruktur der Geräteablagen und Rüsträume zuständig.

Am vergangen Mittwoch fand die erste Einsatzübung unseres Ortsverbandes statt. Auf dem Programm stand eine Übung von Zug- sowie den Atemschutzgeräteträgern.
Übungsannahme war die Schädigung eines Hochregallagers durch Brandeinwirkung. Die Aufgabenstellung war, das Regal unter Atemschutz zu erkunden, die Schadensstelle auszuleuchten und eine Abstützung zu errichten.
Mit der Anrückephase begann die Ausbildung. So musste der Raum geordnet und in zwei Einsatzabschnitte aufgeteilt werden. Während der Einsatzabschnitt „Außenbereich“ für die Beleuchtung und Infrastruktur der Geräteablagen und Rüsträume sorgte, konnte der Einsatzabschnitt „Innenbereich“ den Einsatz der Atemschutzgeräteträger vorbereiten. Hierzu rüsteten sich die Geräteträger aus, es wurde ein Rettungstrupp gebildet und anschließend ging der der erste Trupp zur Erkundung in das Halleninnere vor. Übungsobjekt war unsere Fahrzeughalle, welche vorher stromlos gelegt wurde.
Im weiteren Verlauf der Übung mussten aus dem Abrollcontainer „Rüstmaterial“ verschiedene Abstützungen vorbereitet und bereit gelegt werden. Hierbei zeigte sich wie wichtig die Kommunikation und Abstimmung der beiden Einsatzabschnitte ist. So mussten alle Materialien, Werkzeuge und Hilfsmittel so bereit gelegt und vorbereitet werden, damit die Atemschutzgeräteträger mit Ihrem begrenzten Atemluftvorrat die Abstützung fachgerecht aufbauen konnten.
Nach ca. 1,5 Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Im Rahmen einer kleinen Nachbesprechung wurde dann noch kurz aufgezeigt, was gut gelaufen ist und wo wir evtl. noch optimieren anstreben sollten.

Die Atemschutzgeräteträger konnten bei dieser Übung wieder zeigen, was Sie alles können und vor allen Dingen leisten müssen. Besonders hat uns gefreut, dass wir mit unserem Helfer Jonas Breunig wieder einen neuen Atemschutzgeräteträger in unseren Reihen begrüßen durften. Getreu dem Motto „Mittendrinn statt nur dabei“ würden wir uns natürlich freuen, wenn auch in diesem Jahr wieder junge HelferInnen die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger absolvieren würden.

Traditionelle Winterwanderung

Unter der Leitung der THW-Helfervereinigung fand auch in diesem Jahr die traditionelle Winterwanderung statt – und das bei fast frühlingshaften Temperaturen. Die 15 wanderlustigen Helferinnen und Helfer trafen sich am Weilbacher Rathaus und folgten von dort aus der Strecke über Reuental.
Danach begann eine Bergetappe zur Gotthardsruine, von wo aus die Wandergruppe eine herrliche Aussicht genießen konnte. Natürlich war noch genügend Zeit den Aussichtsturm zu besteigen und die Landschaft zu genießen. Nach einem Gruppenfoto ging es von nun an bergab in Richtung Amorbach, wo die Wandergruppe mit einem kleinen „Aufwärmerle“ bereits erwartet wurde. Dann waren es nur noch wenige Meter zur Gastwirtschaft „Gleis 1“, wo zur Gruppe nochmals einige Personen dazu stießen.
Nach einem gemütlichen Mittagessen ging es auf den Heimweg, leider bei Wind und Regen. Hierbei wurde nicht mehr der Berg bestiegen, sondern der Radweg entlang der B469 nach Weilbach gefolgt.

Schneechaos in Südbayern - THW Miltenberg unterstützt Einsatz

In Bayern sind am heutigen Sonntag gut 1.400 überwiegend ehrenamtliche Kräfte im Dauereinsatz. Damit das THW auch die ganze kommende Woche Hilfe leisten kann, ist seit gestern Abend die Ablösung von mehr als 1.000 Einsatzkräften in Bayern durch neue Teams im vollen Gange.

Gegenwärtig spitzt sich die Wetterlage im Süden von Deutschland zu. Schwerer, nasser Schnee belastet die Dächer im Alpenraum immer stärker Die Meteorologen rechnen mit intensivem Schneefall: zwischen 70 und 100 Zentimetern in den nächsten Stunden. Das THW stellt sich deshalb auf die Fortsetzung des Großeinsatzes ein.

Akuter Einsatzschwerpunkt ist weiterhin Bayern und hier das Beräumen der Dächer von der Schneelast. Derzeit wird rund um die Uhr daran gearbeitet. Die blauen Kräne, Teleskoplader und Radlader leisten hervorragende Arbeit. Zudem kommen ehrenamtliche Baufachberater zum Einsatz, die bei der Bestimmung von Schneelasten auf Gebäuden unterstützen.

Das THW unterstützt seit Sonntag, dem 6. Januar die Feuerwehren im Kampf gegen die Schneemassen. Seitdem sind insgesamt über 4.100 THW-Einsatzkräfte im Einsatz. Den Schwerpunkt bilden die Einsatzlagen in Bayern. Das THW bedankt sich in diesem Zusammenhang bei den Arbeitgebern und bei den Angehörigen der Helferinnen und Helfern und für die großartige Unterstützung.

Hauptaufgaben der ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW lagen bisher auf dem Freiräumen von Dächern, Räumen von Schnee mit Baumaschinen, Einschätzung der Statik von Gebäuden, Beseitigung von Schneebruch auf Straßen und Bahnstrecken, Freischleppen von LKW, Versorgung von Einsatzkräften sowie Führungsunterstützung und Fachberatung der Einsatzleitungen. In Baden-Württemberg wird eine Basisstation für den Digitalfunk mit Notstrom versorgt.

13.01.2018 - Einsatzvorbereitung

Auch der THW-Ortsverband Miltenberg beteiligt sich bei diesem Einsatz und entsendet den Gerätekraftwagen 1 sowie den Zugtrupp in das Katastrophengebiet. Unsere HelferInnen werden im Landkreis Traunstein (genauer Übersee am Chiemsee) eingesetzt und unterstützen die dortigen Einheiten. Insbesondere sollen Dächer auf die Schneelast überprüft und gefährdete Dächer anschließend abgeräumt werden.

14.01.2019 - Anreise in das Katastrophengebiet

Das Miltenberger THW-Team ist mit insgesamt 15 HelferIn sowie dem Gerätekraftwagen 1 sowie Zugtrupp-MTW am Vormittag in Richtung Katastrophengebiet aufgebrochen. Gegen 19:00 Uhr passierten die Fahrzeuge den Meldekopf, erhielten Verpflegung und fahren nun weiter nach Oberwössen, wo sie für die Nacht untergebracht sind. Ab morgen früh geht es dann darum, betroffene Dächer zu sichten und anschließend zu beräumen.

15.01.2019 - 1. Einsatztag "Schneeräumen"

Helfer beim Beräumen des Dachs.

Der erste „Arbeitstag“ unseres Team‘s begann mit einer Verlegung in einen neuen Bereitstellungsraum. Nach einiger Wartezeit wurde ein Hotel in der Ortschaft Reit im Winkl der Mannschaft zugeteilt. Nach einer kurzen Erkundungsphase und dem eintreffen eines entsprechenden LKW-Krans zur Sicherung der eingesetzten HelferIn, konnte mit dem beseitigen der cirka 1,60 m hohen Schneelast auf den Dächern der Gebäude begonnen werden. Aufgrund der Regenfällen der letzten Tagen ist der Schnee vollgesogen und ist extrem Kräfteraubend von den Dächern zu schippen. Aus diesem Grund wurde sogleich ein Schichtdienst eingeführt, um genügend Erholungspausen zu gewährleisten. Gegen Abend wurden die Räumarbeiten abgebrochen.
Nach dem Chaos der vergangenen Tage ist laut Deutschem Wetterdienst endlich ein Ende der Schneefälle in Sicht. In den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Traunstein sind allein heute rund 930 Einsatzkräfte des THW weiter im Einsatz gewesen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet langsame Entspannung. Stellenweise kann es aber immer noch bis zu zehn Zentimeter Neuschnee geben. Langfristig dürfte die Lage aber erst gegen Ende der Woche normalisieren.

16.01.2019 - 2. Einsatztag "Schneeräumen"

Die Schnee-Räumarbeiten auf dem Hotelkomplex sind heute weiter gelaufen. Dank der Unterstützung und Hinweise der Bewohner konnte die Arbeitsweise des Miltenberger Teams etwas modifiziert werden. So werden zur Beseitigung der Schneemassen sog. Schneehexen eingesetzt – dennoch ist die Arbeit mit voll angelegter Sicherheitsausstattung sehr Kräftezehrend. Das Miltenberger Team ist bei diesem Objekt nicht alleine vor Ort, sondern wird tatkräftig durch das Forchheimer THW-Team, der Bundeswehr sowie zwei privater Kranunternehmen unterstützt.
Etwas ungeplanter verlief der heutige Nachmittag, als unser Zugtruppfahrzeug bei einer akuten Evakuierung eingesetzt wurde. Aufgrund akuter Lawinengefahr ordnete das Landratsamt Traunstein die Evakuierung des Ortsteils Raiten in der Gemeinde Schleching an. Die rund 250 Bewohner mussten umgehend ihre Häuser verlassen. Dabei unterstütze das Miltenberger Team beim Transport der Bewohner in die Notunterkunft.
Im Laufe des morgigen Tags hofft das Miltenberger Team den Hotelkomplex soweit von der Schneelast befreit zu haben, so dass dieser Einsatzort verlassen und eine neue Aufgabe zugeteilt werden kann.

17.01.2019 - 3. Einsatztag "Schneeräumen"

Quasi just-in-time konnte gegen 17:00 Uhr der Einsatzauftrag – Schneeräumung auf dem Dach des Hotels beendet werden. Den ganzen Tag über waren die Teams weiter damit beschäftigt, die verwinkelten Dächer des Hotels von der Schneelast zu befreien.

18.01.2019 - Heimreise

Heute stand eigentlich der letzte Arbeitseinsatz für das Miltenberger THW-Team an. Im Lagezentrum bzw. auch wenig später in „Natura“ stellte sich jedoch heraus, dass die noch zu räumenden Objekte weitab einer Straßeninfrastruktur lagen bzw. die noch erreichbaren Objekte bereits mit anderen THW-Einheiten beräumt wurden. Aus diesem Grund wurde in Rücksprache mit dem Bereitstellungsraum die geordnete Heimreise angetreten. Gegen 18:30 Uhr kam das 15-köpfige Miltenberger Team in der Unterkunft an´.

Schneechaos aufgelöst – Das THW beendet seinen Großeinsatz im Voralpenland

Vom 06. bis einschließlich zum 20. Januar hat der THW-Großeinsatz gedauert. Extrem starke und lang anhaltende Schneefälle hatten im südbayerischen Alpenraum für bis zu 2,5 Meter Schneehöhe gesorgt. Die Landkreise Bad-Tölz, Berchtesgadener Land, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Traunstein hatten aufgrund der extrem starken und lang anhaltenden Schneefälle den Katastrophenalarm ausgerufen. Hauptaufgaben der ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW lagen im Freiräumen von Dächern, Einschätzen der Statik von Gebäuden, Räumen von Schneemassen mit Radladern, Beseitigen von Schneebruch und Freiräumen von Hauptverkehrswegen. Zudem leisteten die Einsatzkräfte Führungsunterstützung und Fachberatung der Einsatzleitungen sowie logistische Versorgung.

Nach Abarbeitung der letzten Einsatzschwerpunkte in Miesbach, in Berchtesgadener Land und in Traunstein konnten die THW-Einheiten in die Heimatstandorte zurückkehren. Normalität kehrt wieder ein.

Das THW Miltenberg bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfer für all das, was sie geleistet haben. Ein besonderer Dank gilt auch den Arbeitgebern sowie den Familienangehörigen für ihr Verständnis und ihre Unterstützung.