Aktuelles aus dem Ortsverband

Ausbildung Motorsäge

Der Motorsägenführer bearbeitet einen gefällten Baum.

Der Umgang mit Motorsägen ist besonders beim Aufarbeiten von Windbruch nach einem starken Unwetter oder Sturm eine sehr herausfordernde und gefährliche Aufgabe. Damit unsere speziell ausgebildeten Motorsägenführer ihre Praxis auffrischen konnten, wurden am ersten Samstagsdienst mehrere Bäume gefällt – dabei konnten die verschiedenen Schnitttechniken sowie das Einsatzkonzept „Motorsäge“ beübt werden.

Bei den Fällungen unter teils schwierigen Bedingungen mussten sowohl die Motorsägenführer als auch die übrigen Teammitglieder zeigen was sie können. Da bei schwierigen Bäumen oft die reine Schnitttechnik nicht ausreicht, wurden die Bäume mittels Mehrzweckzug (Greifzug) und Seilwinde angeschlagen und gesichert. So konnten die Bäume, zusammen mit der richtigen Positionierung des Fallkerbs, in die gewünschte, sichere Richtung gelenkt werden.

Nacheinander konnten so mehrere Bäume gefällt und aufgearbeitet werden. Immer wieder wurde die Arbeit dabei unterbrochen und die Motorsägenführer zeigten und erklärten den weiteren Helferinnen und Helfern wie und warum sie so vorgehen, bzw. welche Schnitt- und Sicherungstechnik angewandt wurde.

Begriffe wie Baum-Ansprache, Fallkerbe oder Halteband waren am späten Nachmittag keine Fremdworte mehr. Mit diesem Wissen ausgestattet können auch im Einsatzfall Fällungen oder Aufarbeitungen von Bäumen so sicher durchgeführt werden, wie es bei dieser gefährlichen Aufgabe eben möglich ist.

Stromausfall im THW

Der transportable Stromerzeuger ist aufgebaut und betriebsbereit.

Ein Stromausfall? Bei uns? Dass das doch immer wieder vorkommen kann, haben Teile der Landkreise Miltenberg und Aschaffenburg erst vor kurzem wieder erleben müssen.

Damit wir als Hilfsorganisation auch dann weiterhin Einsatzfähig bleiben können, um den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Hilfe zu leisten, ist eine autarke Stromversorgung für das THW-Gelände absolut notwendig.

Für eine schnelle und reibungslose Inbetriebnahme der Noteinspeisung für das Unterkunftsgebäude und für die Fahrzeughalle wurde bereits vor längerem eine Notfall-Checkliste erstellt. Ob diese aufgrund der anhaltenden Baumaßnahmen noch aktuell ist wurde am vergangenen Mittwoch in einer kleinen Übung überprüft.

Ohne Stromversorgung – das heißt auch ohne Licht – in Gebäude und Fahrzeughalle mussten die Helfer unter der fachkundigen Leitung von Gruppenführer Achim Schneider (Mainbullau) in der Unterkunft ankommen und möglichst zügig die Notstromversorgung sicherstellen.

Nachdem im ersten Schritt Notstrom in die Fahrzeughalle eingespeist wurde und die Hallentore wieder geöffnet werden konnten, konnte die weitere Stromversorgung mit einem 25kVA-Stromerzeuger aufgebaut werden, womit sowohl das Unterkunftsgebäude als auch das Containerdorf wieder mit Strom versorgt wurden.

Als das Licht dank des „blauen Stroms“ wieder leuchtete konnte die Mannschaft zufrieden feststellen, dass die Notfall-Checkliste auf einem aktuellen Stand ist und dass nun die notwendigen Handgriffe wieder frisch im Gedächtnis liegen und somit im Notfall schnell und sicher ausgeführt werden können. Auch in der neuen Unterkunft ist eine entsprechende Einspeisevorrichtung vorgesehen – zu gegebener Zeit wird auch dieses Szenario beübt werden.

Auftaktübung Atemschutz

Ein Atemschutztrupp auf der Suche nach Vermissten.

Auch in diesem Jahr stehen wieder unzählige Termine für die Atemschutzgeräteträger an . So wurde bei der ersten Ausbildung das Thema „Grundlagen“ mit einer kleinen Einsatzübung in der THW-Unterkunft beübt.

Wo wird das Einsatzfahrzeug abgestellt? Wie kann man in ein Gebäude eindringen? Wie geht man im Gebäude vor, wenn man keine Sicht hat? Was können die Helferinnen und Helfer, die kein Atemschutz tragen, außerhalb des Gebäudes vorbereiten? Wie können verletzte Personen möglichst schonend aber dennoch schnell aus den oberen Stockwerken gerettet werden? - Diese Fragen wurden im Zuge des Ausbildungsabends besprochen und in der Praxis durchgeführt.

Besonders die Geräteträger nahmen viele wichtige Eindrücke mit. So ist es gar nicht einfach von einer Leiter aus durch ein normales Fenster in ein Haus zu gelangen, denn neben der Atemluftflasche auf dem Rücken tragen die Geräteträge noch weitere Materialien mit. Auch die Orientierung und die Bewegung in einem Raum ist äußerst schwierig, wenn sog. „Null-Sicht“ vorherrscht. Dieser Wasserdampf / Rauch wurde bei dieser Übung durch Plastiküberzüge nachgeahmt. Trotz dieser erschwerten Bedingungen wurde eine verletzte Person im Obergeschoss des Gebäudes gefunden und sicher mittels Leiterhebel aus dem Gefahrenbereich transportiert. Sowohl Ausbilder als auch Teilnehmer war sehr zufrieden mit der Ausbildung!